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Das Genie im Mitarbeiter

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Das Genie im Mitarbeiter
Publikationsart:

Artikel / Aufsatz

Autor:

Stephan Petrowitsch

Herausgeber:

Süddeutsche Zeitung

Jahr:

2004

Anzahl Seiten:

1

Quelle:

Beschreibung

Wie wird das Genie im Mitarbeiter erweckt?

Die Lohnkosten und Lohnnebenkosten sind zu hoch, so schallt es beständig aus deutschen Unternehmen seit langem. Das Argument kommt vor allem dann, wenn es darum geht, die nachlassende Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu belegen und zu erklären, warum wir unseren Sonnenplatz in der Weltwirtschaft an andere Nationen abgeben müssen.
Untermauert wird dieser Satz von der jüngsten und mittlerweile dritten Studie des Gallup-Instituts: 69 Prozent der deutschen Arbeitnehmer sind am Arbeitsplatz unengagiert, weitere 15 Prozent sogar aktiv unengagiert - sprich destruktiv. Zahlen, die jeden Unternehmer alarmieren müssten, der auf dieser erschreckend kleinen Zahl von 16 Prozent motivierten, engagierten Mitarbeitern ein produktives, innovatives Unternehmen aufbauen möchte. Die restlichen 84 Prozent sind oft nur körperlich anwesend, und auch diese Anwesenheitszeiten sind deutlich geringer als bei motivierten Arbeitnehmern.
Fehlende Motivation macht sich nicht selten in längeren Krankheitszeiten bemerkbar. Die Ursachen für diesen beklagenswerten Zustand sind vielfältig. Bei ihrer Erforschung bietet sich an, beim Verhaltensforscher Konrad Lorenz zu beginnen, der Tiere in zwei Haupttypen einteilte: die Spezialisten und die Opportunisten. Spezialisten sind oft inaktive Tiere, die einen besonderen Trick entwickelt haben, um zu überleben, die Schlange ist ein Beispiel dafür. Den Opportunisten hingegen fehlt der "magische" Trick der Spezialisten, weshalb sie ständig Ausschau halten müssen. Opportunisten sind hochmotivierte Tiere, die ihre Umgebung immer weiter erforschen, selbst wenn ihre Grundbedürfnisse längst befriedigt sind.
Der Mensch ist zwar kein Tier, aber auch ein Opportunist. Er hat nie aufgehört, viele verschiedene Lösungen eines Problems zu erforschen, wird nie aufhören, Fragen zu stellen, nie aufhören, neue Möglichkeiten und Lösungen zu finden. Doch für viele Menschen in unserer Arbeitswelt scheint es die dazu notwendige Kultur für kreative Verspieltheit nicht zu geben - der Arbeitnehmer ist eingebunden in hierarchische Strukturen, ist als Befehlsempfänger und Gehorchender in seinen Ausdrucksmöglichkeiten stark eingeschränkt.
Für viele Zeitgenossen ist das Arbeitsleben eine Wiederholung monotoner, unkreativer, immer gleicher Tätigkeiten. Kein Wunder, dass so viele Menschen ihre Arbeit nur noch als Tretmühle empfinden. Unsere Arbeitswelt ist dadurch gekennzeichnet, dass die, die Arbeit haben, in immer kürzerer Zeit unter immer größerem Druck immer mehr Geld verdienen. Das Verrückte daran ist, dass sich niemand findet, der das wirklich will.
Was wir alle wollen, ist doch etwas ganz anders: Wir wollen geliebt und anerkannt werden, wir wollen über uns selbst bestimmen und wir suchen einen Sinn hinter dem, was wir tun. Freude, Würde und Sinn - das sind die Postulate einer neuen Revolution, die sich nach und nach in immer mehr Unternehmen breit macht. Der Unternehmer, der erkannt hat, dass es nicht nur einige wenige außergewöhnlich begabte Menschen in unserer Gesellschaft gibt, und diese Erkenntnis entsprechend umsetzt, verwandelt seine Mitarbeiter in Genies - und sein Unternehmen in einen Innovationsmotor.
Bei der Geburt sind wir alle hoch motivierte Erfinder -- wenn wir das nicht unser ganzes Leben lang bleiben können, dann deswegen, weil es uns systematisch ausgetrieben wird, durch einengende Vorschriften etwa oder durch starre Hierarchien. Von ihren Anlagen her sind die meisten Mitarbeiter in den Unternehmen kleine Genies.
Sie werden nur davon abgehalten, wie Genies eben das zu tun, was sie wirklich wollen. Deswegen nicht, weil Unternehmer den meisten ihrer Mitarbeiter die Gelegenheit dazu nicht geben. Und warum nicht? Weil sie sich keine Vorstellung machen, was möglich wird, wenn sie es tun.

Schwerpunkt(e)

Unternehmensführung

Branche(n)

Personal- und Unternehmensberatung

Experte

Stephan Petrowitsch


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