Leitzinssatz

Jedes Land oder Landesverband verfügt über eine Zentralbank, die dafür zuständig ist, Geldpolitik zu betreiben und zu steuern. Eins der wichtigsten Instrumente zur Steuerung der Geldpolitik stellt der Leitzins dar. Da der Leitzins in Prozent ausgedrückt wird, heißt er auch in der Finanzsprache Leitzinssatz. Er stellt den Zins dar, zu dem sich Geschäftsbanken bei der Zentralbank Geld beschaffen können. Der Leitzinssatz gilt somit als Parameter, weil sich Geschäftsbanken bei eigenen Kreditgeschäften nach ihm richten.


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Sollte der Leitzins steigen, erhöhen auch die Geschäftsbanken ihre Zinssätze. Und im umgekehrten Fall erfolgt es genauso. Die Geldpolitik steuert die Zentralbank mittels des Leitzinses insofern, als sie somit entweder Geld aus dem Geldkreislauf ziehen oder umgekehrt in ihn pumpen will. Fallen nämlich die Zinssätze, werden sich weniger Leute dazu entscheiden, ihr Geld anzulegen. Somit bleibt das Geld im Geldkreislauf und wird für den Konsum verwendet. Im umgekehrten Fall werden mehr Menschen ihr Geld anlegen, wenn der Zinssatz steigt. Denn dann erhoffen sie sich einen größeren Ertrag. Damit wird dem Geldkreislauf Geld entzogen.

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