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Die Liquiditätspräferenztheorie ist ein theoretisches Konstrukt, das auf den Engländer John Maynard Keynes zurückgeht. Dieser war einer der einflussreichsten Ökonomen im 20. Jahrhundert. Die Liquiditätstheorie beruht auf der Annahme, dass der Zins darauf basiert, dass der Besitz von Geld sehr beliebt ist. Keynes bezeichnet das Phänomen des Zinses auch als Belohnung für die Aufgabe von Liquidität. Das, was die Liquiditätspräferenz ist, definiert Keynes als die Vorliebe der Wirtschaftsteilnehmer für Geld.
Dabei gibt es nach Keynes vier Motive, warum die Wirtschaftsteilnehmer das Geld halten. Der erste Beweggrund ist das Einkommensmotiv, womit das Geld dafür gehalten wird, um die Zeit zwischen Einnahmen und Ausgaben des Einkommens zu überbrücken. Das zweite Motiv ist das Geschäftsmotiv, bei dem Geld gebraucht wird, um die Zeit zwischen Einkauf und Verkauf einer Ware überbrücken zu können. Der dritte Beweggrund heißt Vorsorge- und Vorsichtsmotiv, ein Beweggrund also der aus der Angst herrührt, unvorhersehbare Ausgaben nicht decken zu können. Der letzte Beweggrund ist schließlich das Spekulationsmotiv, das darauf fußt, das Geld bei günstigen Gelegenheiten verwenden zu wollen.
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