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Jeder hat vielleicht schon mitbekommen, dass ab Januar 2009 die Gesundheitsreform in Kraft tritt. Diese wurde dringlich, nachdem die Krankenkassen immer mehr Leistungen hatten streichen müssen, weil sie mit den Ausgaben nicht ausgekommen waren. Es stellte sich also die Frage, ob die Sozialversicherung noch finanzierbar sei. Um dieser Frage nachzugehen, kam es zu einem Expertengremium unter der Vertretung von Ulla Schmidt. Anfangs hieß dieses Gremium noch „Kommission in der Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme“, doch erhielt es später die umgangssprachliche Bezeichnung „Rürup-Kommission“, was daran liegt, dass Bert Rürup den Vorsitz innehatte.
In diesem Gremium kamen die Teilnehmer, zu denen nicht nur Universitätsprofessoren, sondern auch Arbeitnehmer und Vertreter der Gewerkschaften gehörten, zu der Entscheidung, dass im Bereich der Krankenversicherung die Einnahmeseite gestärkt werden müsse. Was die Ausgabenseite angelangt, so sah die Expertenrunde in der Stabilisierung die richtige Lösung. Aus diesem Grund entwickelte die Kommission zwei Modelle, nämlich die Bürgerversicherung und die Kopfpauschale, mit denen diese Ziele erreicht werden könnten.
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